APIPUR JOURNAL · KRÄUTERWISSEN
Passionsblume: Eine Pflanze mit ungewöhnlicher Geschichte
Die Passionsblume sieht exotisch aus – ihre Verwendung in der europäischen Pflanzenkunde ist inzwischen gut dokumentiert.
Passiflora incarnata L. wird bei der EMA als Passiflorae herba geführt. Gemeint sind die oberirdischen Pflanzenteile.
Warum „Kraut“?
In der Arzneipflanzenkunde bezeichnet herba nicht einfach irgendein Blatt, sondern einen definierten pflanzlichen Ausgangsstoff aus oberirdischen Teilen. Genau diese botanische Präzision ist für eine seriöse Wissensdatenbank wichtig.
Was sagt die traditionelle Überlieferung?
Die EMA beschreibt für bestimmte Passionsblumen-Arzneimittel eine traditionelle Verwendung bei milden Stresssymptomen und zur Unterstützung des Schlafs. Die Bewertung beruht auf langjähriger Verwendung; sie ist nicht automatisch eine Aussage über die Wirkung eines Lebensmittels.
Was bleibt für APIPUR?
Die Pflanze selbst ist spannend genug: Herkunft, botanische Besonderheiten und ihr Platz in historischen und modernen Kräuterkonzepten. In einer Rezeptur zählt zusätzlich ihr aromatischer Beitrag.
Quelle
EMA: Passiflorae herba – EU Herbal Monograph
Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information über Pflanzen, Rohstoffe und dokumentierte traditionelle Verwendung. Er ist keine individuelle medizinische Beratung und keine Aussage über die Wirkung eines APIPUR-Lebensmittels.